Alumni - PhDs/PostDocs

Hella Schwanke, Doktorandin AG Brinkmann

Technische Universität Braunschweig (P01)

Ich bin Molekularbiologin und interessiere mich für das Zusammenspiel zwischen Viren und der zelleigenen Immunabwehr. Während meines Studiums in Molecular Life Sciences an der Universität zu Lübeck haben die Virologievorlesungen meine Neugier für die Mechanismen geweckt, mit denen Viren die Wirtszelle nach ihren Bedürfnissen umgestalten. Ich finde es bemerkenswert, dass viele zelluläre Prozesse erst entdeckt wurden, weil ein virales Protein in sie eingegriffen hat, und denke, es gibt noch viel zu lernen, sowohl über die Viren als auch über unsere eigenen Zellen.
Für unsere Forschung an der TU Braunschweig möchte ich herauszufinden, wie ein einzelnes virales Protein es einem Herpesvirus ermöglicht, die komplexen Wege der angeborenen Immunantwort zu modulieren. Dafür untersuche ich die Struktur und die Interaktionen dieses Proteins mit anderen Molekülen, und darauf beruhend seinen Einfluss auf die Vorgänge in der Wirtszelle.
In meiner Freizeit gärtnere ich auf dem Balkon und erkunde den nahe gelegenen Harz.

Dr. rer. nat. Denise Ohnezeit, PostDoc AG Fischer

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, UKE (P04)

Beginnend mit meinem Biologiestudium in Hamburg mit einem Zwischenstopp in Montpellier, faszinierte ich mich schon früh für Infektionskrankheiten und dem Zusammenspiel von Krankheitserregern mit unserem Immunsystem. Ich entschied mich daher für den Masterstudiengang „Infection Biology“ in Lübeck, um einen besseren Überblick über Infektionskrankheiten zu bekommen und mehr über Wirt-Pathogen-Interaktionen zu lernen. Dabei gefiel mir unter anderem der internationale Charakter des Studiengangs und ich entschied mich dafür, eine Doktorarbeit in der Gruppe von Nicole Fischer durchzuführen. Ich arbeite mit einem sehr faszinierenden Virus – dem Merkelzell-Polyomavirus. Obwohl die Mehrheit der allgemeinen Bevölkerung mit diesem Virus infiziert ist, löst es nur in einigen seltenen Fällen eine Tumorerkrankung der Haut aus, die allerdings sehr schwerwiegend sein kann. Ich möchte insbesondere verstehen, wie das Merkelzell-Polyomavirus zelluläre molekulare Prozesse ausnutzt für seine eigenen Zwecke zur Persistenz-Etablierung oder Tumorgenese, beispielsweise über Interaktionen mit der angeborenen Immunantwort oder transkriptionellen regulatorischen Prozessen. Ich bin mir sicher, dass es noch viel zu entdecken gibt in dieser Hinsicht.
In meiner Freizeit koche ich gerne mit Freunden, lese ein gutes Buch und spiele Klavier oder Gitarre. Zeit am Meer gehört für mich zur absoluten Erholung und ein perfekter Urlaub beinhaltet auch immer einige Surfsessions.

Dr. rer. nat. Alessandro Grodziecki, PostDoc AG Schreiner

Medizinische Hochschule Hannover (P08)

Organoide sind dreidimensionale Strukturen aus Stammzellen und differenzierten Epithelzellen, die von vielen Organen kultiviert werden können, wie dem Darm, der Leber und Lunge. Während meines PhD erzeugte ich mittels CRISPR/Cas9-Multiplexing Mutanten von Darmorganoiden, um die Krebsentwicklung in einem Schweinemodell des Kolorektalcarzinoms zu untersuchen. Als Postdoc an der Medizinischen Hochschule Hannover verwende ich menschliche Organoide, um die Adenovirusinfektion und Immunantwort in diesem komplexeren Zellkultursystem zu studieren.
Mein erstes Ziel ist es die Zelltypen zu identifizieren, die eine Adenovirusinfektion ermöglichen oder als Virusreservoir dienen, die zur adenoviralen Reaktivierung nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) führen könnten. Danach soll die Wirkung von Zytokinen auf die Virusreplikation und das Infektionsgeschehen zwischen Epithel- und Immunzellen untersucht werden. Das Ziel meiner Arbeit ist die Risiken der tödlich verlaufenden Virusaktivierung in HSZT-Patienten durch neue Behandlungs-möglichkeiten der Immunsuppression zu reduzieren.
Am besten entspannen kann ich mich beim Tanzen.