PhDs/PostDocs

Ramya Ramani, Doktorandin AG Brinkmann

Technische Universität Braunschweig (P01)

Ich interessiere mich schon seit vielen Jahren für die Erforschung von Wirt-Pathogen-Interaktionen und Entzündungen. Das erste Mal bin ich mit diesem Wissenschaftsgebiet durch ein kurzes Forschungsprojekt während meines Masterstudiums an der BITS-Pilani in Indien in Berührung gekommen, bei dem ich an dem Apicomplexan-Parasiten Plasmodium vivax gearbeitetet habe. In meiner Masterarbeit habe ich die Rolle von Sirtuin2 bei der Pathogenese von Salmonella enterica ser. Typhimurium charakterisiert. Dadurch konnte ich mein Wissen über zelluläre Signalwege und Kompartimente erweitern, die von Bakterien häufig genutzt werden, um der Immunantwort des Wirts zu entgehen. Für meine Doktorarbeit habe ich mich entschieden, nach Deutschland zu gehen und forsche jetzt in Braunschweig an Herpesviren und der angeborenen Immunität. Die Tatsache, dass Herpesviren so gut an ihren Wirt angepasst sind und ein Leben lang im menschlichen Körper verbleiben können, machen sie für mich zu einem faszinierenden Forschungsgebiet.
Ich untersuche zwei Proteine des Humanen Cytomegalovirus (HCMV), die einen Komplex bilden und die Signalübertragung von Mustererkennungsrezeptoren modulieren, wodurch die angeborene Immunantwort inhibiert wird. Um den Wirkmechanismus dieser beiden Proteine zu entschlüsseln, werden wir grundlegende molekularbiologische Techniken und Hochdurchsatz-Sequenzierungstechnologien einsetzen. Darüber hinaus untersuchen wir die Struktur des Komplexes und seine Interaktionspartner näher.
In meiner Freizeit gehe ich regelmäßig Badminton spielen. Während meiner Zeit in Braunschweig habe ich außerdem eine große Liebe für das Wandern in den Bergen und das Radfahren entwickelt.

Hella Schwanke, Doktorandin AG Brinkmann

Technische Universität Braunschweig (P01)

Ich bin Molekularbiologin und interessiere mich für das Zusammenspiel zwischen Viren und der zelleigenen Immunabwehr. Während meines Studiums in Molecular Life Sciences an der Universität zu Lübeck haben die Virologievorlesungen meine Neugier für die Mechanismen geweckt, mit denen Viren die Wirtszelle nach ihren Bedürfnissen umgestalten. Ich finde es bemerkenswert, dass viele zelluläre Prozesse erst entdeckt wurden, weil ein virales Protein in sie eingegriffen hat, und denke, es gibt noch viel zu lernen, sowohl über die Viren als auch über unsere eigenen Zellen.
Für unsere Forschung an der TU Braunschweig möchte ich herauszufinden, wie ein einzelnes virales Protein es einem Herpesvirus ermöglicht, die komplexen Wege der angeborenen Immunantwort zu modulieren. Dafür untersuche ich die Struktur und die Interaktionen dieses Proteins mit anderen Molekülen, und darauf beruhend seinen Einfluss auf die Vorgänge in der Wirtszelle.
In meiner Freizeit gärtnere ich auf dem Balkon und erkunde den nahe gelegenen Harz.

Patrick Fischer, Doktorand AG Dölken

JMU Würzburg (P02)

Ich bin Doktorand im virologischen Institut in Würzburg und untersuche eine weitere Methode, mit der Viren das menschliche Immunsystem unterwandern. Ich habe meinen Bachelor und Master in Biochemie in Würzburg gemacht, wo ich auch zum ersten Mal mit dem Fachgebiet der Virologie in Berührung gekommen bin. Dort habe ich mich viel mit Herpesviren beschäftigt, die mich wegen ihrer unglaublichen evolutionären Anpassungsfähigkeit an ihre Wirte faszinieren. Ich denke, Viren sind ein großartiges Werkzeug, mit dem wir alle möglichen Prozesse in unseren eigenen Zellen untersuchen können, indem wir beobachten, wie sie durch das Virus gestört werden.
In diesem Forscherzusammenschluss möchte ich die Rolle zweier menschlicher Proteine (DTX3L/Parp9) untersuchen, die eine Rolle im angeborenen Immunsystem und bei der Reaktion auf Schäden in der DNA zu spielen scheinen. Diese Funktionen werden durch ein Herpes-Virus-Protein gestört, welches wir nutzen können, um Einblick in die Rolle von DTX3L und Parp9 zu gewinnen. Für dieses Vorhaben werden wir Hochdurchsatz-Sequenzierung und ein Werkzeug zum rapiden Abbau zellulärer Proteine einsetzen.
In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, z. B. Joggen oder Bouldern oder alles andere, bei dem man aktiv ist und sich bewegt. Andernfalls findet man mich höchstwahrscheinlich beim Lesen.

Teresa Rummel, Doktorandin AG Erhard

JMU Würzburg (P02)

Ich bin Bioinformatikerin und interessiere mich für die Regulierung der Immunabwehr bei Virusinfektionen und die virale Gegenregulation. Es fasziniert mich, wie sich Viren an ihren Wirt anpassen und es schaffen viele hoch entwickelte Immunabwehrmechanismen zu umgehen. Die Analyse großer Datensätze sowie die Modellierung wichtiger biochemischer Prozesse interessieren mich seit meinem Biochemiestudium an der Universität Würzburg.
In diesem Projekt möchte ich herausfinden, wie transkriptionelle Bursting-Kinetiken in der Immunantwort reguliert werden und wie das Herpes Simplex Virus I diese moduliert. Um dieses Ziel zu erreichen, werde ich die Bursting-Kinetiken modellieren und sehr viele Hochdurchsatzdaten analysieren.
In meiner Freizeit spiele ich gerne Klavier und bin immer für einen Spaziergang oder eine Wanderung zu haben.

Niclas Barke, Doktorand AG Landthaler

MDC Berlin (P03)

Seit Beginn meines Studiums in den molekularen Lebenswissenschaften möchte ich die molekularen Mechanismen biologischer Prozesse, ihre (epi-)genetischen Grundlagen sowie ihre Regulation auf verschiedenen Ebenen verstehen. Es fasziniert mich, dass kleine, biologische Entitäten wie Viren die zelluläre Homöostase stören und dadurch schwere Krankheiten mit fatalen Folgen verursachen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Strategien Viren evolviert haben, um die Zellfunktionen zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren und das Immunsystem zu umgehen. Deshalb habe ich ein starkes, wissenschaftliches Interesse die ursächlichen Pathogenitätsfaktoren aufzudecken und ihre Auswirkungen auf wichtige Zellfunktionen zu ergründen.
Das Hauptziel unseres Forschungsprojekts besteht darin, wirtseigene und virale RNA-bindende Proteine zu identifizieren, die bei Herpes simplex Virus-1-Infektionen eine Rolle spielen. Da RNA-bindende Proteine als wichtige Regulatoren bei der Genexpression fungieren, möchten wir ihre Arbeitsweise im Kontext viraler Infektionen untersuchen.
Außerhalb des Labors, verfolge ich leidenschaftlich Sport und spiele auch selbst in einem kleinen Verein Fussball.

Dr. rer. nat. Emanuel Wyler, PostDoc AG Landthaler

MDC Berlin (P03)

Ich bin Molekularbiologe, und in meiner Forschung bin ich primär daran interessiert, was in Zellen, Organoide oder einem ganzen Organismus bei der Ansteckung mit einem Virus geschieht. Genauer gesagt untersuche ich die transkriptionelle und post-transkriptionelle Regulation der Gen-Expression mittels Hochdurchsatzmethoden. Für das Herpes simplex virus 1 (HSV-1) haben wir gezeigt, wie in menschlichen Hautzellen (Fibroblasten) bei über Tausend Genen Antisense-Transkripte entstehen. Diese können u.a. das Zelltod-Gen BBC3/PUMA bremsen, und damit verhindern, dass die infizierte Zelle abstirbt und somit mehr Virus produziert. Zudem haben wir auf Grundlage der Einzelzellsequenzierung den Nrf2-Transkriptionsfaktor als wesentlich für die HSV-1-Infektion identifiziert. In Forschungsprojekten zu SARS-CoV-2/COVID-19 haben wir zu Untersuchungen der Pathogenese mittels Einzelzellsequenzierung beitragen – von Zelllinien über Tiermodelle hin zu Daten aus Patientinnen und Patienten. Daraus haben wir starke Aktivierungen von Macrophagen und Neutrophilen sowie inflammatorische Prozesse in Endothelzellen als möglicherweise wesentliche Ursachen für schwerere COVID-19-Krankheitsverläufe identifiziert.
In der Freizeit lese ich gerne, schaue Filme, oder bin draußen.

Dr. rer. nat. Manja Czech-Sioli, PostDoc AG Fischer

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, UKE (P04)

Mein Forschungsinteresse gilt humanen Tumorviren. Besonders interessiert mich, wie Viren ihre Wirtszellen manipulieren und wie eine persistierende Virusinfektion zur Transformation und Entwicklung von Krebs führen kann. Ich habe Molecular Life Sciences an der Universität zu Lübeck studiert. Als Doktorandin in der Gruppe von Nicole Fischer habe ich den Lebenszyklus des Merkelzell-Polyomavirus (MCPyV) untersucht. MCPyV ist ein humanes Tumorvirus, welches die Hauptursache für die Entstehung einer seltenen aber sehr aggressiven Hautkrebsart ist. Als Postdoktorandin habe ich mithilfe verschiedener Next-Generation-Sequenziermethoden die Mechanismen der Integration des MCPyV in die Wirts-DNA, einer Vorrausetzung für MCPyV induzierte Tumorgenese, untersucht. Meine gegenwärtige Forschung konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Proteinen des MCPyV und dem Wirtschromatin vor der viralen Integration.
In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit meinen Katzen und mache Sport.

Denise Ohnezeit, Doktorandin AG Fischer

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, UKE (P04)

Beginnend mit meinem Biologiestudium in Hamburg mit einem Zwischenstopp in Montpellier, faszinierte ich mich schon früh für Infektionskrankheiten und dem Zusammenspiel von Krankheitserregern mit unserem Immunsystem. Ich entschied mich daher für den Masterstudiengang „Infection Biology“ in Lübeck, um einen besseren Überblick über Infektionskrankheiten zu bekommen und mehr über Wirt-Pathogen-Interaktionen zu lernen. Dabei gefiel mir unter anderem der internationale Charakter des Studiengangs und ich entschied mich dafür, eine Doktorarbeit in der Gruppe von Nicole Fischer durchzuführen. Ich arbeite mit einem sehr faszinierenden Virus – dem Merkelzell-Polyomavirus. Obwohl die Mehrheit der allgemeinen Bevölkerung mit diesem Virus infiziert ist, löst es nur in einigen seltenen Fällen eine Tumorerkrankung der Haut aus, die allerdings sehr schwerwiegend sein kann. Ich möchte insbesondere verstehen, wie das Merkelzell-Polyomavirus zelluläre molekulare Prozesse ausnutzt für seine eigenen Zwecke zur Persistenz-Etablierung oder Tumorgenese, beispielsweise über Interaktionen mit der angeborenen Immunantwort oder transkriptionellen regulatorischen Prozessen. Ich bin mir sicher, dass es noch viel zu entdecken gibt in dieser Hinsicht.
In meiner Freizeit koche ich gerne mit Freunden, lese ein gutes Buch und spiele Klavier oder Gitarre. Zeit am Meer gehört für mich zur absoluten Erholung und ein perfekter Urlaub beinhaltet auch immer einige Surfsessions.

Dr. rer. nat. Simon Weißmann, PostDoc AG Grundhoff

Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie – HPI (P05)

Mein Hauptinteresse galt schon immer der Frage, wie Chromatinlandschaften durch histonmodifizierende Enzyme geformt werden und welchen Beitrag sie zur Gentranskription leisten. Während meiner Doktorarbeit am BRIC in Kopenhagen faszinierte mich, wie diese Enzyme veränderte Zustände der Zellidentität hervorrufen können, die die Krebsentwicklung fördern. Ich nutze meinen Hintergrund in Chromatinbiologie, um die spannenden und komplizierten Schritte der Reifung und Chromatinisierung von Herpesvirusgenomen während der frühen Phase der Infektion zu entschlüsseln. Ich halte es für besonders interessant zu verstehen, auf welch vielfältige Weise Herpesviren die Wirtsmaschinerie ausnutzen, um kontrollierte virale Genexpressionsprogramme und die Etablierung einer Latenz zu gewährleisten. Ich bin davon überzeugt, dass wir durch den Vergleich der Strategien verschiedener Herpesviren, Chromatinregulatoren der Wirtszelle auf ihre eigenen viralen Genome zu lenken, nicht nur etwas über ihre Rolle im viralen Lebenszyklus erfahren, sondern auch neue therapeutische Wege zur Unterbrechung der viralen Latenz finden werden.

Dilan Gün Serdar, PhD student Kaufer lab

Freie Universität Berlin (P06)

Schon in meiner Kindheit wurde ich neugierig darauf wie unser Immunsystem funktioniert und später waren meine Forschungsthemen immer mit der Immunologie verbunden. Während meines Bachelorstudiums der Molekularbiologie und Genetik an der Technischen Universität Istanbul, Türkei arbeitete ich in einem immunologischen Labor und lernte etwas über B-Zellen und ihre Reaktion auf Helicobacter pylori-Infektionen und Tumor-assoziierte Makrophagen. Während meines Studiums der Molekularen Medizin an der Universität Ulm habe ich mich vier Jahre lang hauptsächlich mit Immunmodulation und dem Ubiquitin-Proteasom-System bei hämatologischen Malignomen beschäftigt. In meiner Doktorarbeit freue ich mich darauf, mit Prof. Dr. Benedikt Kaufer und unserer Arbeitsgruppe Herpesviren zu erforschen. Mein derzeitiges Forschungsthema ist das humane Herpesvirus 6 (HHV-6). Wie andere Herpesviren ist es ein erfolgreicher Erreger, der seit Tausenden von Jahren mit seiner Wirtsspezies koexistiert, was auf seiner Fähigkeit beruht, zwei unterschiedliche Zustände zu durchlaufen: den Latenz- und den Lytizitätszyklus. HHV-6 bleibt in seinem Wirt effizient latent, während es sich von Mensch zu Mensch ausbreitet und fast alle von uns in den ersten Lebensjahren erfolgreich infiziert. Interessanterweise stellt HHV-6 die Aufrechterhaltung seines Genoms während der Latenzzeit sicher, indem es sich in die Wirts-Telomere integriert. In unserem Projekt möchten wir verstehen, wie die Etablierung der Latenz orchestriert wird und wir möchten wissen, ob wir die Entscheidung zwischen lytischer Replikation und Latenz von HHV-6 beeinflussen können.
In meiner Freizeit lese ich gerne Belletristik und wissenschaftliche Bücher, sehe mir verschiedene Filme und Serien an, fotografiere, gehe spazieren und treffe mich mit meinen Freunden.

Anna Katharina Kuderna, Doktorandin AG Stamminger

Universitätsklinikum Ulm (P07)

Ich habe in Tübingen und Ulm Biologie mit Schwerpunkt Molekularbiologie und Humangenetik studiert. Ich bin fasziniert davon, wie fein abgestimmt und voneinander abhängig die molekularen Prozesse in der Natur und im menschlichen Körper funktionieren. Genau hier setzt auch meine Doktorarbeit an: das komplexe Zusammenspiel zwischen dem körpereigenen Immunsystem des Menschen und den hoch angepassten Evasionsmechanismen des humanen Zytomegalievirus (HCMV). Da es weder adäquate Therapien noch ein hohes Bewusstsein für dieses Virus in der Bevölkerung gibt, eine Infektion aber schwerwiegende Folgen haben kann, freue ich mich, an diesem wichtigen Forschungsthema mitzuarbeiten. Ich interessiere mich besonders für zelluläre Proteine (KAP1, SPOC1 und den HUSH-Komplex), die entweder pro- oder antiviral wirken, und erforsche ihre Wirkweise während der Infektion. Auch die Fähigkeit von HCMV eine lebenslange Latenz im Wirt zu etablieren, ist Teil meiner Forschung. Hier analysiere ich verschiedene Faktoren, die bei der viralen Reaktivierung eine Rolle spielen könnten.
In meiner Freizeit verreise ich mit meinem ausgebauten Camper-Van und bin gerne zum Wandern oder Ski fahren in den Bergen.

Dr. rer. nat. Myriam Scherer, PostDoc AG Stamminger

Universitätsklinikum Ulm (P07)

Nach dem Studium der Molekularen Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg begann ich meine Promotion am Institut für Virologie, in der ich die Mechanismen untersuchte, durch die Effektorproteine des humanen Zytomegalievirus (HCMV) der intrinsischen und angeborenen Immunabwehr entgegenwirken. Da ich es sehr beeindruckend fand, welch vielfältigen Strategien Herpesviren entwickelt haben, um die verschiedenen Immunmechanismen ihrer Wirte effizient zu überwinden, habe ich als Postdoktorandin in Erlangen und danach in Ulm weiter an Restriktionsfaktoren und viralen Antagonisten gearbeitet. Meine aktuelle Forschung konzentriert sich darauf herauszufinden, wie PML-Kernkörper – dynamische Multiprotein-Strukturen im Zellkern, die sich wunderbar durch Fluoreszenzmikroskopie untersuchen lassen – die verschiedenen Phasen der HCMV-Infektion hemmen.
Außerhalb des Labors gehe ich gerne hinauf in die Berge zum Skifahren oder hinunter ins Meer zum Tauchen, oder teste zusammen mit meinen tollen Kollegen neue Bars und Restaurants in Ulm.

Dr. rer. nat. Alessandro Grodziecki, PostDoc AG Schreiner

Medizinische Hochschule Hannover (P08)

Organoide sind dreidimensionale Strukturen aus Stammzellen und differenzierten Epithelzellen, die von vielen Organen kultiviert werden können, wie dem Darm, der Leber und Lunge. Während meines PhD erzeugte ich mittels CRISPR/Cas9-Multiplexing Mutanten von Darmorganoiden, um die Krebsentwicklung in einem Schweinemodell des Kolorektalcarzinoms zu untersuchen. Als Postdoc an der Medizinischen Hochschule Hannover verwende ich menschliche Organoide, um die Adenovirusinfektion und Immunantwort in diesem komplexeren Zellkultursystem zu studieren.
Mein erstes Ziel ist es die Zelltypen zu identifizieren, die eine Adenovirusinfektion ermöglichen oder als Virusreservoir dienen, die zur adenoviralen Reaktivierung nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) führen könnten. Danach soll die Wirkung von Zytokinen auf die Virusreplikation und das Infektionsgeschehen zwischen Epithel- und Immunzellen untersucht werden. Das Ziel meiner Arbeit ist die Risiken der tödlich verlaufenden Virusaktivierung in HSZT-Patienten durch neue Behandlungs-möglichkeiten der Immunsuppression zu reduzieren.
Am besten entspannen kann ich mich beim Tanzen.

Ilka Simons, Doktorandin AG Schreiner

Medizinische Hochschule Hannover (P08)

Mein Forscheralltag ist am meisten von Adenoviren bestimmt. Während meines Masterstudiums der Molekularen Biotechnologie an der Technischen Universität München hat sich meine Faszination für Viren und deren Zusammenspiel mit der Wirtszelle durch Vorlesungen zu unterschiedlichen virologischen Themen entwickelt. In meiner Masterarbeit kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der wunderbaren Welt der Epigenetik und ihrer Rolle bei DNA-Virus Infektionen. Das hat mich dazu ermutigt an der Medizinischen Hochschule Hannover im Labor von Sabrina Schreiner zu promovieren. Hier untersuche ich die Aufrechterhaltung und Persistenz des humanen Adenovirus, beeinflusst durch Wirtsrestriktionsfaktoren. Hauptsächlich untersuche ich den Mechanismus hinter dem Wechsel von früher zu später Genexpression und seiner Rolle in der viralen Persistenz.
In meiner Freizeit backe ich gerne Brot und Kuchen und bin sehr gerne draußen in der Natur, um Sport zu treiben oder einfach nur in der Sonne zu entspannen.

Dr. rer. nat. Julia Mai, PostDoc AG Schreiner

Medizinische Hochschule Hannover (P08)

Mein Forschungsleben als Virologin begann als Masterstudentin an der Technischen Universität München. Während dieser Zeit beschäftigte mich die Regulierung der produktiven Infektion des humanen Adenovirus durch verschiedene PML-Isoformen. Glücklicherweise konnte ich während meiner Doktorarbeit mein Interesse für Epigenetik mit meiner neu entstandenen Faszination für humane Adenoviren verbinden. Als Doktorandin bei Sabrina Schreiner habe ich die Rolle des Chromatin-assoziierten Proto-Onkogens DEK in der Modulierung des Wirts- und Adenovirusgenoms untersucht, wobei wir neue Zielmoleküle für neuartige therapeutische Strategien bereitstellen konnten. Während meines Postdocs an der Medizinischen Hochschule Hannover werde ich die Manipulation und posttranslationale Modifikation epigenetischer Faktoren während einer humanen Adenovirusinfektion weiter untersuchen um neue Erkenntnisse über frühe Stadien der viralen Genexpression, Latenz und die virusvermittelte Onkogenese zu gewinnen.
In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern und vor allem auf Konzerte, auf Reisen und verbringe meine Abende mit Freunden und Familie bei gutem Essen.

Maryam Karimi, Doktorandin AG Schreiner

Medizinische Hochschule Hannover (P08)

Während meines Forschungspraktikums in der Arbeitsgruppe von Prof. Schreiner haben die Viren, ihre Eigenschaften und die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen sie das menschliche Immunsystem manipulieren und umprogrammieren können, meine Neugier geweckt, mehr über Viren zu erfahren. Dieses Interesse an Viren motivierte mich, mit meiner Promotion am Institut für Virologie der Technischen Universität München zu beginnen. In unserer Forschungsgruppe versuche ich, den zugrunde liegenden Mechanismus und das Zusammenspiel zwischen Wirts- und Adenovirusproteinen herauszufinden. Während meiner Promotion untersuche ich, wie ein Proteinkomplex eine Rolle bei der Unterdrückung von Genen zur Aufrechterhaltung der Integrität des Genoms spielt und wie das durch eine Infektion mit dem humanen Adenovirus (HAdV) beeinflusst wird. Mich interessiert welche Methoden die Adenoviren verwenden, um diese antiviralen Barrieren zu überwinden. Um das Ziel meines Projektes zu erreichen, untersuche ich die Interaktionspartner der oben genannten komplexen Untereinheiten mit HAdV-Proteinen.
In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit guten Freunden, wandere in den Alpen oder fahre mit meinem Ehemann Fahrrad in der Natur.

Enrico Caragliano, Doktorand AG Bosse

Center for Structural Systems Biology, CSSB (P09)

Ich bin Molekularbiologe und Virologe. Ich interessiere mich für die Bildung von viral induzierten Kompartimenten und dem Zusammenspiel zwischen zellulären und viralen Faktoren bei der Bildung dieser Kompartimente. Mein Interesse an Herpesviren hat während meiner Masterarbeit in Messina begonnen. Dort habe ich die Rolle eines viralen Proteins bei der Modulation von Apoptosewegen während der Herpes simplex virus 1 (HSV-1) Infektion untersucht. In 2017 habe ich als Praktikant an der Universität Rijeka in der Abteilung von Prof. Stipan Jojnic gearbeitet, wo ich an einem murinen kongenitalen Infektionsmodell des Humanen Cytomegalovirus (HCMV) geforscht habe. Im Jahr 2018 habe ich meine Doktorarbeit am Leibniz-Institut für experimentelle Virologie (HPI) in Hamburg begonnen. Hier habe ich an einem gemeinsamen Projekt zwischen den Laboren von Jens Bosse und Wolfram Brune an HCMV-Replikationskompartimenten (RCs) gearbeitet. Anfang 2022 habe ich meine Arbeit am Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) fortgesetzt: Hier untersuche ich wie HCMV die Liquid-liquid Phase Separation (LLPS) ausnutzt, um seine RCs direkt am viralen Genom zu bilden und so seine Replikation zu gewährleisten. Insbesondere sind wir daran interessiert, die molekulare Zusammensetzung der Kompartimente mithilfe modernster Lebendmikroskopie-Ansätze und neuartiger Crosslinking-Methoden zu verstehen.
In meiner Freizeit fahre ich gerne mit dem Fahrrad durch die Umgebung von Hamburg, spiele Videospiele und lese historische Bücher.

Elena Weiß, Doktorandin AG Friedel

LMU München (Z01)

Seit der Schule liebe ich Naturwissenschaften und Sprachen. Auch die Computersprache hat mich immer fasziniert und ich wollte wissen wie sie funktioniert. Die Bioinformatik Präsentation am Tag-der-offenen-Tür der LMU hat mir gezeigt, wie interessant und spannend interdisziplinäre Wissenschaft eigentlich ist und hat mich letztendlich überzeugt. So wurde ich Bioinformatikerin. Während meines Studiums habe ich alle notwenigen Grundlagen aus der Informatik und den Biowissenschaften gelernt. In meiner Bachelorarbeit bin ich in den Proteomics Bereich eingestiegen und habe mich mit Peptididentifikation auseinandergesetzt. In meiner Masterarbeit habe ich untersucht, wie Entscheidungen bei der Datenanalyse die Robustheit wissenschaftlicher Ergebnisse beeinflussen. Diese Erfahrung hat aufgedeckt, wie wichtig korrekte Behandlung biologischer Daten ist. Als Doktorandin habe ich angefangen, mich mit Herpes Simplex Virus 1 (HSV-1) Infektion zu beschäftigen. Hierbei untersuche ich die Auswirkungen der Viruserkrankung vor allem auf Transkriptionsebene. Im Rahmen dieses Projektes werde ich die Analyse auf Chromatinebene erweitern, um herauszufinden, welche Mechanismen der Wirtszelle vom Virus manipuliert werden und welche Auswirkungen das hat. Dies kann helfen, das Wettrüsten zwischen Viren und der Immunabwehr besser zu verstehen.
Außerhalb der Arbeit zieht es mich zum Sport (von Fitness über Ballsportarten bis Schwimmen). Das ist mein perfekter Ausgleich zum langen Sitzen vor dem Computer.

Dr. rer. nat. Nicole Andrée-Busch, PostDoc AG Brinkmann

Technische Universität Braunschweig

Wissenschaftliche Koordinatorin FOR5200

Durch mein Biologiestudium an der Technischen Universität Braunschweig wurde mein Interesse für das faszinierende Wechselspiel zwischen Pathogen und Wirt geweckt. Während meiner Bachelorarbeit und eines Auslandsaufenthalts am Forestry and Agricultural Biotechnology Institute (FABI) der University of Pretoria in Südafrika habe ich mit verschiedenen pflanzenpathogenen Pilzen gearbeitet, und in meiner Masterarbeit am Julius Kühn Institut mit pflanzenpathogenen Viren. Für meine Promotion wechselte ich in den Fachbereich Genetik und erforschte den Prozess des prä-mRNA Spleißens in der Spalthefe. In der Arbeitsgruppe von Melanie Brinkmann vertiefe ich mein Wissen auf dem spannenden Gebiet der Virus-Wirt-Interaktionen und beschäftige mich mit der Frage, wie Herpesviren das Immunsystem ihres Wirts manipulieren, um so lebenslange Infektionen zu etablieren. Neben der Planung und Durchführung von Experimenten im Labor und der Betreuung von Abschlussarbeiten bin ich auch in der Lehre tätig und betreue Praktika und halte Vorlesungen. Als wissenschaftliche Koordinatorin der DEEP-DV Forschungsgruppe bin ich für die wissenschaftliche Administration dieser Gruppe verantwortlich. Diese Position ermöglicht es mir, die spannende Forschung im Labor mit Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zu verbinden.
In meiner Freizeit bin ich gerne in unserem Garten aktiv und verbringe Zeit in der Natur mit meinem Pferd Donatello (‘Dickie’).

Dr. rer. nat. Denise Heim, PostDoc AG Fischer

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, UKE

Wissenschaftliche Koordinatorin FOR5200

Nach meinem Biologiestudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bin ich für die Promotion nach Hamburg gekommen und habe in der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums die molekularen Mechanismen der entzündungsassoziierten Entstehung von Leberkrebs untersucht. Danach habe ich die akademische Forschung verlassen und bin in ein Molekulardiagnostik-Unternehmen gewechselt. Ein Start-up, welches aus der Universitätsumgebung der Johns Hopkins University hervorgegangen ist und dessen Kernkompetenz in der Flüssigbiopsie zum Nachweis von Tumor-DNA im Blut liegt. Nach ein paar Jahren in der Industrie hat mich mein professioneller Weg nun wieder zurück ans UKE geführt. Im Diagnostiklabor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene unterstütze ich die Umsetzung der IVDR-Richtlinien entsprechend der EU-Verordnung für in-vitro Diagnostika. Ich kümmere mich außerdem um die Verbesserung des allgemeinen Qualitätsmanagements in allen Bereichen des Diagnostiklabors. Besonderen Spaß macht mir die Etablierung neuer innovativer molekularer Diagnostikverfahren. In der DEEP-DV Forschergruppe bin ich für die wissenschaftliche Administration mitverantwortlich. Die Öffentlichkeitsarbeit stellt hierbei eine neue spannende Aufgabe für mich dar.
Neben den beruflichen Aufgaben beschäftige ich mich viel mit der Yoga-Philosophie und versuche bei Reisen durch Asien, meinem Lieblingskontinent, meine spirituelle Praxis zu vertiefen.