DEEP-DV erhält Norddeutschen Wissenschaftspreis 2026

Das von Prof. Dr. Nicole Fischer und Prof. Dr. Melanie Brinkmann geleitete Konsortium DEEP-DV wurde für seine Forschungsergebnisse innerhalb einer länderübergreifenden Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Wissenschaftspreis 2026 ausgezeichnet. Die fünf norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein würdigen damit herausragende Kooperationen im Bereich der Infektionsforschung.
„Chronische Virusinfektionen und ihre langfristigen Folgen gewinnen in einer alternden Gesellschaft und für vulnerable Gruppen zunehmend an Bedeutung. Indem wir wissenschaftliche Kompetenzen und modernste Technologien bündeln, wollen wir persistierende Virusinfektionen besser verstehen und neue Ansätze für Prävention und Therapie entwickeln“, sagt Prof. Dr. Nicole Fischer (Standort Hamburg).
Ein zentrales Vorhaben ist die Entwicklung des DEEP-DV-Transkriptionsatlas, eine molekulare Karte von DNA-Virusinfektionen, die international bereitgestellt werden soll. „DEEP-DV zeigt, was möglich wird, wenn Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre komplementären Stärken bündeln. Die Auszeichnung würdigt daher nicht nur die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projekts, sondern auch die enge Zusammenarbeit und die leistungsfähigen Forschungsstrukturen, die wir gemeinsam in Norddeutschland aufgebaut haben“, so Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Standort Braunschweig).